Wednesday, September 15, 2004

Wieder 'mal Patchtag

In der Früh habe ich noch schadenfroh gegrinst, Windows anfällig auf manipulierte JPEGs, dazu noch die Sache mit dem WordPerfect-Converter in Office. Aber ein paar Stunden später die Ernüchterung: Ein Meldung in slashdot über ähnliche Sicherheitslücken in der Mozilla-Familie. Und natürlich noch kein gepatchte deutsche Version verfügbar, die Fehler sind erst in Version 1.0PR behoben und die gibt's noch nicht in Deutsch. Mal sehen, wer zuerst von passender Malware heimgesucht wird, IE oder Mozilla... Naja, ich glaube, die Antwort auf diese Frage ist im historischen Rückblick leicht zu erraten.

Tuesday, September 07, 2004

Ein Fall für Knoppix

Man könnte auch sagen: Ein Fall für das "NO, I WILL NOT FIX YOUR WINDOWS"-T-Shirt. Lokalaugenschein:
Ein Notebook, ca. 2 Jahre alt, klinisch tot. Eine bösartige Software hat sich selbst installiert und seither bootet das Gerät nicht mehr. Virus? Trojaner? Nein, SP2. Das automatische Windows-Update hat den bedauernswerten Benutzer solange genervt ("Neue Updates verfügbar! Jetzt installieren?") bis der irgendwann zugestimmt hat... Bumm knall. Welches Glück, dass im aktuellen LinuxMagazin eine DVD mit 8 verschiedenen Knoppix-Versionen drauf ist... da kann man wenigstens noch die persönlichen Dateien auf ein USB-Laufwerk wegsichern, bevor man den Rechner neu installiert. Und installiert wird... Windows XP. Windows XP?!? Ja lernen die Leute den nie dazu? Linux wird nicht reif für den Desktop sein, solange es keine Benutzer hat, die sich DAS gefallen lassen und trotzdem die nächste Version für teures Geld kaufen.

Friday, September 03, 2004

Der Sieg hat viele Väter...

die Niederlage ist ein Waisenkind. Wenn sich also 20 erwachsene Männer versammeln, um den Abschluss eines Projektes zu feiern, dann kann man davon ausgehen, dass es ein erfolgreiches Projekt war. Gestern war so eine Feier, und ich war als einer der mutmasslichen "Väter des Sieges" dabei... und natürlich gilt: Ohne Linux wäre das nicht passiert ;-) Linux hat uns bei diesem Projekt als Entwicklungs- und Testplattform gedient, und ebenso stellt es die VPN-Verbindung zwischen uns und dem Kunden zur Verfügung, sodass wir die Wartung bequem und sicher über das Internet vornehmen können. Im Vergleich mit dem Vorgängerprojekt, das vor 10 Jahren stattfand, ist es echt erstaunlich, wieviele neue Möglichkeiten uns der Siegeszug des Internets und der freien Software eröffnet hat.

Wednesday, September 01, 2004

Textverarbeitungen etc.

Es gibt eine neue Version, nämlich 1.2 von Scribus. Das ist eine freie Desktop-Publishing-Software, die erst vor wenigen Jahren aufgetaucht ist und grossteils von einem einzelnen Mann, Franz Schmid, erstellt wurde. Scribus Erstaunlich, in welche kurzer Zeit ein derart beeindruckendes Projekt aus dem Boden gestampft wurde. Ich hab die Sourcen runtergeladen, das übliche configure;make;make install ausgeführt und es funktioniert. Warnung: Das ist keine Textverarbeitung, sondern ein radikales DTP-Programm, das in Rahmen "denkt" und ausser seinem eigenen Format nur Textdateien und Bilder kennt.

Etwas schwieriger verläuft die Installation der neuen Version von Abiword 2.0.11 - hier scheitert schon das configure daran, dass es fribidi nicht findet. Es gibt ein Verzeichnis fribidi, aber da ist wiederum kein configure drinnen. Nach einem Herumstöbern komme ich endlich drauf, dass fribidi sowieso schon seit zwei Jahren nicht mehr aktualisiert wurde und auf meiner Mandrake-DVD oben ist. Und ja, nun klappt auch das configure, und make läuft durch. Das fertige AbiWord startet schnell - vergleichbar mit Textmaker - und importiert auch Word-Dokumente halbwegs. Eine nette Alternative, wenn man auf die volle Power von OpenOffice verzichten kann. AbiSource Was mit Abiword klappt - und keiner der Konkurrenten anzubieten hat - ist der Import von WordPerfect-Dateien. Das Compilieren des notwendigen Plugins war zwar ein Ausflug in die Dependency Hell, aber das war es mir wert, da ich jahrelang Rechnungen mit WordPerfect geschrieben habe und diese nun endlich wieder öffnen kann.

Java-basierende Office-Pakete gab's schon mehrere, mit bescheidenem Erfolg. Wer mal so etwas
ausprobieren will, ohne irgendetwas zu installieren, findet bei FlySuite vom Browser aufrufbare Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, Java vorausgesetzt (nona). Wer's braucht...