Monday, October 11, 2004

Warum man keinen Computer kaufen und nicht auf Linux umsteigen sollte

Sie kennen das doch sicher: Sie wollen einen neuen PC kaufen, vergleichen die Angebote, entscheiden sich für ein Modell - und dann kommt irgendetwas dazwischen. Zeitmangel, Geldmangel. Zwei Monate später wollen Sie den Faden wieder aufnehmen - aber ihr Traumcomputer ist inzwischen deutlich billiger geworden, um's gleiche Geld gibt's schon viel bessere Geräte. Da stellt sich doch gleich die Frage: Jetzt zuschlagen oder nochmals zwei Monate warten, denn dann ist die gleiche Leistung nochmals billiger geworden bzw. mehr Leistung ums gleiche Geld zu haben...? Resultat: Nach 3 Jahren verwenden Sie weiterhin ihren alten Pentium III/750 und grübeln, ob Sie jetzt einen Athlon XP, in 3 Monaten einen Athlon 64 oder kurz darauf einen der neuen Pentium-M-abgeleiteten Flüsterdesktops kaufen sollen?

Nicht anders ist es bei den Linux-Distros. Geld spielt hier zwar keine grosse Rolle, aber der Aufwand des Einrichtens (nicht die Basisinstallation in 30 Minuten, sondern bis wirklich alles auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist) ist natürlich relevant. Jetzt Distro x.y installieren oder in ein paar Monaten x.(y+1)? Sind die Unterschiede relevant? Ja, sie sind es. Was heute fehlt, ist morgen ein hoffnungsvoller Ansatz. Was heute ein hoffnungsvoller Ansatz ist, ist morgen eine "durchaus stabile" Beta. Was heute eine "durchaus stabile" Beta ist, ist morgen ein ausgereiftes Produkt. Hier sind Windows-Benutzer eindeutig im Vorteil. Seit 3 Jahren Windows XP und das wird sich wohl auch noch mindestens 2 Jahre so hinziehen (ServicePacks mal ausser acht gelassen). Worauf soll man warten? Auf Longhorn? Wenn Windows-Benutzer so lange im Voraus denken würden, dann würden sie doch gar nicht ... ach lassen wir das.

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